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Aufforstung bei Korientzé

Im Norden Malis (Westafrika) leben knapp 1,5 Mio. Menschen, die hren Lebensunterhalt vor allem als nomadische Viehhalter, Ackerbauern und Fischer sichern. Ihr Lebensraum, der Südrand der Sahara, ist in den letzten Jahren vermehrt Dürren ausgesetzt gewesen – die Ausbreitung der Wüste sowie das Bevölkerungswachstum haben die Konkurrenz um die knappen natürlichen Ressourcen verschärft. Die fortschreitende Desertifikation entzieht der Bevölkerung ihre traditionellen Lebensgrundlagen.

Durch Aufforstungsprojekte werden degradierte Flächen rekultiviert, die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens und das Kleinklima vor Ort nachhaltig verbessert. Eine mit baum- und strauchartigen Nutzpflanzen bewachsene Fläche verbessert die Ernährungs- und Einkommenslage der Bevölkerung und weckt deren Umweltbewusstsein. Durch diese Verknüpfung von primären Lebensbedürfnissen und Ökologie kann ein besonders nachhaltiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.

PA realisierte 2008 in der Nähe des Ortes Korientzé beim Dorf Ngordian sein bisher drittes Aufforstungsprojekt, diesmal mit finanzieller Unterstützung der Lotterie Bingo!. Das hier zusätzlich angestrebte Ziel ist das Stoppen der Sandverwehungen von Norden aus der Sahara. In einem ersten Abschnitt ist im Sommer 2007 ein Gelände von 10 ha erschlossen worden. Das Geländes wurde mit Maschendraht zum Schutz der Pflanzung vor vagabundierendem Vieh eingezäunt. Die Wasserversorgung wurde durch eine mechanische Windpumpe gewährleistet. Die Anlage der spanischen Firma Tarragó wurde im Januar 2008 in nur 5 Tagen aufgebaut und fördert seitdem aus einer Tiefbohnung (42 m) Wasser, das zur Zeit in etwa 12 m Tiefe gefunden wird. Die Dorfbewohner haben das Gelände bepflanzt und kümmern sich um die Verteilung des durch die Pumpe geförderten Wassers. Das Bild zeigt einen Mitarbeiter neben einem der 5 Wassertanks, die mit Brunnenwasser befüllt werden. Die Verteilung des Wassers auf die Pflanzen erfolgt per Eimer oder Schlauch.

Während der Regenzeit 2008 werden weitere 10 ha erschlossen und rekultiviert. Sollte in mehreren Jahren die künstliche Bewässerund nicht mehr nötig sein kann die Windpumpe abgebaut und an anderer Stelle über einer entsprechenden Tiefbohrung wieder aufgebaut werden.

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